Marcela Salas

Marcela Salas

Marcela Salas' Gemälde pendeln zwischen Abstraktion und konkreter Repräsentation. Die Künstlerin geht ihren eigenen Weg. In einigen ihrer Bilder löst sie die Figur mit Linien, Punkten und Farbflecken auf. So arrangiert sie Wesen, Pflanzen oder Landschaften an der Oberfläche. Dort werden die Protagonisten gesehen, wenn sie aus einer bestimmten Entfernung betrachtet werden, da sie von dem, was dargestellt wird, emanzipiert werden und dann hauptsächlich farbige Segmente entstehen. Das Ergebnis ist eine Asynchronität in der Darstellung, die durch ein gleichzeitiges Licht und die fast tektonische Konstruktion des Gemäldes wieder harmonisiert wird. In andere arbeiten wechselt sie unerwartet zu einer fast romantischen Vision des Dargestellten. Auf diese Weise aktiviert und deaktiviert die Künstlerin geschickt die psychologische Dimension ihrer Interpretationen und organisiert ihre Protagonisten zwischen Fragilität, Gefahr und Subjektivem; als ob die Protagonisten in eine Leere eingebettet wären und noch einen Platz in der Welt finden müssten.

 

Marcela Salas absolvierte ihr Studium der bildenden Kunst an der Nationalen Universität von Kolumbien und fand ihren Platz inmitten zweier verschiedener Kulturen: Deutschland und Kolumbien. Sie studierte ein Jahr -Kunst und öffentlichen Raum an der Nürnberger Akademie der Künste und absolvierte an der Universität Regensburg zwei Semester Kunstpädagogik. Inzwischen hat sie an verschiedenen Projekten und Ausstellungen teilgenommen. Derzeit lebt und arbeitet sie in Nürnberg.